research
Evaluierung und Optimierung durch Begleitforschung
Für Forschungsprojekte, die eine nachhaltige Wirkung haben sollen und als Vorbilder für andere Projekte dienen können, ist es uner-lässlich, von Anfang an eine intensive Begleitforschung durchzufüh-ren. Nur dann kann das für den Wirkungsnachweis notwendige aussagenkräftige Zahlenmaterial in einer quantitativen Untersu-chung und inhaltliche Aussagen in einer qualitativen Untersuchung zusammengestellt werden. „Roberta“ wurde daher vom Bundesmi-nisterium mit entsprechenden Mitteln für diese Qualitätskontrolle ausgestattet.
Im Mittelpunkt der Evaluierung standen folgende Leitfragen:
• Wie entsteht Interesse an der aktiven Gestaltung von Technolo-gie über Techniknutzung und "Technik verstehen"?
• Wie müssen Lernumgebungen gestaltet werden, um optimale Passungen zwischen Kurszielen/-inhalten einerseits und Lern-voraussetzungen/Vor¬verständnis andererseits zu erreichen?
Beide Leitfragen beinhalteten sowohl Gender-Aspekte als auch fachdidaktische Aspekte.
Welche Kriterien konnten aufgestellt und genutzt werden, um fest-zustellen, ob Kursmaterialien und Kurse selbst im Sinne des Gen-der Mainstreaming aufbereitet sind bzw. durchgeführt werden?
Im Einzelnen wurden folgende Forschungsfragen betrachtet:
• Aus welcher Interessen- und Motivationslage heraus nehmen Mädchen an Robotik-Kursen teil?
• Wodurch wird Motivation geweckt/verhindert?
• Welche Rolle spielt die Interaktion zwischen den beteiligten Mädchen?
• Welcher Zusammenhang besteht zwischen Beteiligung und Selbstkon¬zepten?
• Wie wandeln sich Interessen und Selbstkonzepte durch einen Robotik-Kurs?
• Wie ist das Verhältnis von Kompetenzzuwachs und Interessen-entwicklung?
• Welche Vorerfahrungen, Kenntnisse, Einstellungen zu Technik bzw. Robotik bringen Schülerinnen in die Kurse mit?
• Wie wirken sich unterschiedliche Kursgestaltungen auf die Ak-zeptanz aus?
• Durch welche inhaltlichen Kurskomponenten werden Mädchen besonders angesprochen?
• Welche Forderungen sind an Roboter und Baukästen bezüglich Gender-Aspekten zu stellen?
• Sind Aufbau und Inhalt des Lehr- und Lernmaterials angemes-sen?
• Welche relativen Bedeutungen haben Kommunikations- und Ak-tionsformen, auch die zwischen den Teilnehmerinnen, für die Bewertung der Kurse?
• Wie kann die Sensibilität von Kursleiterinnen für Gender-Aspekte verstärkt werden?
• Wie können Kursleiterinnen die Interaktion zwischen den Teil-nehmerinnen beeinflussen?
• Welche Unterstützung durch Schulung und Kursmaterialien brauchen die Kursleiterinnen?
• Bietet das entwickelte Material die notwendige Unterstützung?
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